Sinaihalbinsel

“Unter all den fabelhaftesten Schauplätzen der Natur läßt sich kein Platz finden, der geeigneter wäre für die Darstellung allmächtiger Größe.” sprach einst John Lloyd Stephens.

Die Geschichte des Sinai geht bis auf die Zeit der Pharaonen zurück.
Isis überquerte den Sinai auf der Suche nach ihrem Mann Osiris.
So verehrten die Pharaonen dieses Gebiet und wählten Harthor als Göttin dieses Stück Landes aus.

Zu dieser Zeit suchte man dort auch nach Gold, Kupfer und Türkis.
Der Sinai war auch jahrhundertelang Kriegsschauplatz. Geschichtsschreiber datieren die ersten Kriege von der Zeit von Ahmose I. (1.500 v. Chr.) und die Vertreibung der Heksos bis hin in unsere Zeit zum Oktoberkrieg 1973.

Außerdem ist diese Halbinsel auch bekannt für bekannte biblische Ereignisse. So fand hier der Exodus, der Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten unter Führung des Propheten Moses statt.
Desweiteren überquerte die erste Expedition den Sinai zur großen Vereinigung unter der Führung von Thutmosis III. (1479 v. Chr.) und zur Vertreibung der Invasoren.
Auch Alexander der Große überquerte den Sinai bei der Eroberung Ägyptens im Jahre 333 v. Chr.!

Auch der Berg Sinai (Arabisch “Gebel Musa”) wird als der Heilige Berg bezeichnet. Für Juden, Christen und Moslems ist der 2285 Meter hohe Berg ein heiliger Ort. Hier erhielt Moses die zehn Gebote, deshalb wird er auch manchmal als der Berg Moses Bezeichnet. Aber auch für den Islam selbst hat der Berg seine religiöse Bedeutung. Als der Platz, an dem Mohammeds Pferd Boraq zum Himmel aufstieg.

In diesen Berg mit seinem einmalig zu beobachtenden Sonnenaufgang wurden von Mönchen des St. Katharinen Klosters, welches sich im Norden des Gebirges befindet, 3750 Stufen eingehauen.
Dadurch ist der Aufstieg zum Gipfel des Berges über diese Stufen, oder auch über einen sanfteren Pfad östlich des Klosters möglich.
Beide Wege führen zu einem Amphitheater das auch unter dem Namen “Die sieben Weisen aus Israel” bekannt ist.
Von hier aus müssen Sie die restlichen 750 Stufen bis zum Gipfel aufsteigen, wo Sie die die im Jahre 1934 gebaute Kapelle der heiligen Dreifaltigkeit finden und natürlich auch die atemberaubende Aussicht.
Beim Gang über diese genannten Stufen, finden Sie außerdem auch den Brunnen Moses, eine kleine Kapelle der Jungfrau und zwei Tore, das Tor von St. Stephan und das Tor des Gesetzes.

Der Sinai an sich ist reich an sehr wunderschönen Landschaften und Gesteinswunder. Er hat hohe Berge im Süden und Bäume wie Mangroven und Dattelpalmen in Hülle und Fülle im Norden, entlang der Küste. Der Sinai ist auch bekannt für seine zahlreichen Süßwasserquellen, denen immer wieder eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Ob dem so sei entscheidet auch etwas Einbildung, wobei es durchaus sein wird, das die eine, oder andere Quelle überreich an Mineralien ist, da es sich oft um unberührte Landschaft handelt, wo diese Quellen sprießen.

Die gesamten Küsten des Sinai erstrecken sich auf rund 800 Kilometer, wobei die Westküsten meist nur aus riesigen Felsmassen bestehen.
Im warmen, klaren Wasser des Roten Meeres tummelt sich eine gewaltige und vielfältige Flora und Fauna.
Der Sinai ist mit seinen bekanntesten Badeorten Sharm el Sheik, Naama Bay und Dahab, sowie Thaba an der israelischen Grenze, von März bis November ein beliebtes Reiseziel für alle Badeurlauber, Taucher und Schnorchler.
Es heißt nicht umsonst, dass der Sinai die schönsten Tauchgründe der Welt hat, wenn man die tauchgebiete hinter Marsa Alam im Süden Ägyptens nicht vergisst.
Der Sinai – ein Stückchen Paradies auf Erden !